Ziel 15: Lan­d­öko­sys­teme schüt­zen, wie­der­her­stel­len und ihre nach­hal­tige Nut­zung för­dern, ...

Biologische Vielfalt und gesunde Ökosysteme sind die Grundlagen unseres Lebens: Mangrovenwälder schützen die Küsten vor Flut, Insekten bestäuben die Pflanzen, die wir essen, und Regenwälder wandeln CO² in Sauerstoff um. Deshalb ist die rasante Zerstörung von biologischer Vielfalt ein echtes Problem. Mehr als die Hälfte der Ökosysteme ist heute in schlechterem Zustand als noch vor 50 Jahren, oder wird nicht nachhaltig genutzt: Ihre genetische Vielfalt geht verloren, oder sie wurden – wie die Hälfte aller Regenwälder – bereits vollständig zerstört. Übernutzung durch intensive Landwirtschaft und die Folgen des Klimawandels gehören dabei zu den wichtigsten Ursachen. 2 Mrd. Hektar Land gelten weltweit als geschädigt.

Darunter leiden auch indigene Völker und ihre traditionellen Lebensweisen. Und auch die globale Landwirtschaft, die unsere Versorgung mit Lebensmitteln garantiert, ist in Gefahr: Ein Drittel der fruchtbaren Landfläche weltweit ist in den letzten 40 Jahren durch Verschmutzung, Erosion oder Wüstenbildung verloren gegangen – während die Welt bis 2050 für die wachsende Erdbevölkerung schätzungsweise 50 Prozent mehr Lebensmittel produzieren muss.

Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Albert Schweitzer

Die Zerstörung der Landökosysteme hat weitreichende Konsequenzen: eine Million Tier- und Pflanzenarten sind akut vom Aussterben bedroht. In den letzten dreißig Jahren gab es einen Rückgang der Artenvielfalt um 10 Prozent. Auch der anhaltende Waldverlust ist immer noch besorgniserregend. Zwischen 2000 und 2020 sind weltweit 100 Millionen Hektar Wald zerstört worden.

Durch das Eindringen des Menschen in die natürlichen Lebensräume der Tiere, und insbesondere beim Handel mit Wildtieren, kommt es immer mehr zu Kontakt zwischen Menschen und wildlebenden Tieren. Dadurch entstehen Zoonosen, das sind von Tieren auf den Menschen übertragene Infektionskrankheiten. Über 75 Prozent der neuen Infektionskrankheiten sind Zoonosen, auch das Corona-Virus hat diesen Ursprung. Die Covid-19-Pandemie zeigt besonders deutlich, dass die Menschen durch die Zerstörung der Umwelt auch ihr eigenes Überleben gefährden.

och noch ist die Hoffnung nicht verloren: Die Menschheit hat erkannt, wie sehr die Biodiversität bedroht ist und welche verheerenden Folgen damit einhergehen. Aus diesem Grund werden immer mehr Landökosysteme geschützt, wiederhergestellt und eine nachhaltige Nutzung gefördert. Weltweit gibt es immer mehr Projekte, die die Aufforstung der Wälder unterstützen und sich für die Arterhaltung und den Schutz der Ökosysteme einsetzen.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Fast die Hälfte der Flächen in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Produktionssteigerungen und immer intensivere Bewirtschaftung gehen auch an der Umwelt nicht spurlos vorbei. Jeden Tag verliert die Natur hierzulande eine Fläche von etwa 90 Fußballfeldern an Verkehr und Siedlungsbau. Durch schwere Maschinen werden Böden beschädigt, was wiederum zu Erosion und einem Verlust der Bodenfruchtbarkeit führen kann. Düngemittel stellen ein Risiko für Erde und Grundwasser dar, und die niedrige Artenvielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen schränkt tierische Nahrungsquellen und Lebensräume ein.

Besonders stark diskutiert wird in Deutschland aktuell das Problem des Insektensterbens – ein erschreckendes Beispiel für den Verlust der biologischen Vielfalt. Bei 96 Prozent der Arten haben Insektenforscher einen Rückgang festgestellt. Das hat nicht nur drastische Folgen für die Landwirtschaft selbst – an vielen Orten gibt es nicht mehr genügend Insekten, um Felder natürlich zu bestäuben – sondern bringt ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. Die Anzahl der Vögel ist ebenfalls um 40 Prozent geschrumpft, da Insekten als Nahrungsquelle dienen.

Bestand repräsentativer Vogelarten in verschiedenen Hauptlebensraum- und Landschaftstypen © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021

Unterziele

Unterziel 15.1

Land- und Süß­was­ser­öko­sys­teme erhal­ten und wie­der­her­stel­len

Unterziel 15.2

Ent­wal­dung been­den und geschä­digte Wäl­der wie­der­her­stel­len

Unterziel 15.3

Wüs­ten­bil­dung been­den und geschä­dig­tes Land sanie­ren

Unterziel 15.4

Erhalt und Schutz der Ber­g­öko­sys­teme

Unterziel 15.5

Schutz von Biodi­ver­si­tät und natür­li­chen Lebens­räu­men

Unterziel 15.6

Zugang zu gene­ti­schen Res­sour­cen und gerechte Auf­tei­lung ihrer Vor­teile

Unterziel 15.7

Been­di­gung von Wil­de­rei und Han­del mit geschütz­ten Arten

Unterziel 15.8

Ver­hin­de­rung inva­si­ver, gebiets­frem­der Arten

Unterziel 15.9

Ein­be­zie­hung von Öko­sys­te­men und Biodi­ver­si­tät in staat­li­che Pla­nung

Unterziel 15.A

Erhö­hung finan­zi­el­ler Res­sour­cen zur Erhal­tung und nach­hal­ti­gen Nut­zung von Öko­sys­te­men und Biodi­ver­si­tät

Unterziel 15.B

Finan­zie­rung und Anreize zur nach­hal­ti­gen Bewirt­schaf­tung der Wäl­der

Unterziel 15.C

Maß­nah­men zur Bekämp­fung von Wil­de­rei und Han­del mit geschütz­ten Arten

Unterziel 15.1

Land- und Süß­was­ser­öko­sys­teme erhal­ten und wie­der­her­stel­len

Unterziel 15.2

Ent­wal­dung been­den und geschä­digte Wäl­der wie­der­her­stel­len

Unterziel 15.3

Wüs­ten­bil­dung been­den und geschä­dig­tes Land sanie­ren

Unterziel 15.4

Erhalt und Schutz der Ber­g­öko­sys­teme

Unterziel 15.5

Schutz von Biodi­ver­si­tät und natür­li­chen Lebens­räu­men

Unterziel 15.6

Zugang zu gene­ti­schen Res­sour­cen und gerechte Auf­tei­lung ihrer Vor­teile

Unterziel 15.7

Been­di­gung von Wil­de­rei und Han­del mit geschütz­ten Arten

Unterziel 15.8

Ver­hin­de­rung inva­si­ver, gebiets­frem­der Arten

Unterziel 15.9

Ein­be­zie­hung von Öko­sys­te­men und Biodi­ver­si­tät in staat­li­che Pla­nung

Unterziel 15.A

Erhö­hung finan­zi­el­ler Res­sour­cen zur Erhal­tung und nach­hal­ti­gen Nut­zung von Öko­sys­te­men und Biodi­ver­si­tät

Unterziel 15.B

Finan­zie­rung und Anreize zur nach­hal­ti­gen Bewirt­schaf­tung der Wäl­der

Unterziel 15.C

Maß­nah­men zur Bekämp­fung von Wil­de­rei und Han­del mit geschütz­ten Arten

Unterziel 15.1

Land- und Süß­was­ser­öko­sys­teme erhal­ten und wie­der­her­stel­len

Unterziel 15.2

Ent­wal­dung been­den und geschä­digte Wäl­der wie­der­her­stel­len

Unterziel 15.3

Wüs­ten­bil­dung been­den und geschä­dig­tes Land sanie­ren

Unterziel 15.4

Erhalt und Schutz der Ber­g­öko­sys­teme

Unterziel 15.5

Schutz von Biodi­ver­si­tät und natür­li­chen Lebens­räu­men

Unterziel 15.6

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Unterziel 15.7

Been­di­gung von Wil­de­rei und Han­del mit geschütz­ten Arten

Unterziel 15.8

Ver­hin­de­rung inva­si­ver, gebiets­frem­der Arten

Unterziel 15.9

Ein­be­zie­hung von Öko­sys­te­men und Biodi­ver­si­tät in staat­li­che Pla­nung

Unterziel 15.A

Erhö­hung finan­zi­el­ler Res­sour­cen zur Erhal­tung und nach­hal­ti­gen Nut­zung von Öko­sys­te­men und Biodi­ver­si­tät

Unterziel 15.B

Finan­zie­rung und Anreize zur nach­hal­ti­gen Bewirt­schaf­tung der Wäl­der

Unterziel 15.C

Maß­nah­men zur Bekämp­fung von Wil­de­rei und Han­del mit geschütz­ten Arten

Tu Du's

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Spende alte Fahrräder.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Kaufe regionale Produkte.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Gehe wählen.

Trinke Leitungswasser.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Gehe Blut spenden.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Mache Druck bei Politikern.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Unterstütze Unternehmen, die auf Inklusion setzen.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

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Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

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Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

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Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

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Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

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Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

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