Ziel 13: Umge­hend Maß­nah­men zur Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels und sei­ner Aus­wir­kun­gen ergrei­fen

Die Klimakrise trifft alle. Während die Folgen des Klimawandels die ärmeren Länder aktuell am härtesten treffen, ist Europa die Weltregion, in der die Temperaturen am schnellsten ansteigen.1 Ohne Klimaschutz ist nirgendwo auf der Welt eine nachhaltige Entwicklung möglich. Ziel 13 hat deshalb auch Auswirkungen auf viele andere Ziele, wie den Kampf gegen Hunger oder lebenswerte Städte und Gemeinden.

Was beinhaltet das Ziel 13?

  • Anpassung an den Klimawandel: Den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzen, globale Treibhausgas-Neutralität zur Jahrhundertmitte erreichen.
  • Reduzierung der Emissionen: Eine umfassende Reduzierung der Treibhausgasemissionen, um die Erderwärmung zu begrenzen.
  • Bildung und Bewusstsein: Das Ziel setzt auf Bildung und Bewusstseinsbildung für den Klimaschutz, um gemeinsame Anstrengungen zu fördern.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Jede*r Deutsche verursacht CO2-Emissionen, die fast doppelt so hoch sind wie der globale Durchschnitt. Aber: Ein Zwischenziel bei der Reduzierung der Treibhausgasemission hat Deutschland erreicht:40 Prozent weniger bis zum Jahr 2020. Bis 2030 sollen es 65 Prozent weniger sein – um das noch zu erreichen müssen entschiedenere Maßnahmen her, denn geht es so weiter, wird das Ziel knapp verpasst.2

Unterdessen steigt die Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen und Hitzeperioden. Die haben sich in den vergangenen 50 Jahren verdreifacht. 2023 war das wärmste Jahr in Deutschland seit Messbeginn 1881, aber nur bis zum Folgejahr: 2024 war nochmal ganze 0,3 Grad wärmer. Während 2023 dabei außergewöhnlich trocken war, hat es 2024 deutlich überdurchschnittlich viel geregnet.3 Solche Abweichungen von den Durchschnittswerten werden in Zukunft weiter zunehmen. Die Versicherer rechnen deshalb mit deutlich höheren Schäden durch Wetterextreme wie Überschwemmungen. 2024 waren es 4,4 Milliarden Euro an Schäden durch Naturgewalten.4

In besonderer Weise sind auch unsere Wälder und die Gewässer vom Klimawandel betroffen. Die Bäume bekommen zu wenig Wasser, durch die Hitze steigt die Waldbrandgefahr und Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich stärker aus. In der Nord- und Ostsee sowie in einigen Seen wachsen verstärkt Algen und Bakterien, die teilweise giftig sind.

Kommende Generationen werden dich nicht fragen, in welcher Partei du warst. Sie werden wissen wollen, was du dagegen getan hast, als du wusstest, dass die Pole schmelzen.

Martin Sheen, amerikanischer Schauspieler

Ein überraschend wichtiger Bereich sind die Moore in Deutschland – wie das Meer nehmen feuchte Moore CO2 aus der Luft auf und mildern den Klimawandel so ab. Doch: Viele Moore in Deutschland sind trockengelegt, für Felder oder Siedlungen. Das führt zu einem doppelten Negativ-Effekt: Die Moore nehmen kein CO2 mehr auf und stoßen sogar welches aus, weil der gebundene Kohlenstoff entweicht. Das sorgt für gut 50 Millionen Tonnen CO2, also sieben Prozent der gesamten deutschen CO2-Emissionen – das ist mehr als der gesamte deutsche Industriesektor ausstößt. Die gute Nachricht: Es ist möglich Moore wieder zu bewässern, oft kann sogar weiter Landwirtschaft auf den Flächen betrieben werden.5

Wie ist die Situation international?

Der Klimawandel ist eines der dringendsten Themen unserer Zeit.  Jedes Jahr steigt die globale Durchschnittstemperatur, 2024 überstieg sie bereits den angestrebten Grenzwert von 1,5 Grad. Obwohl für die Klimaziele ein einzelnes Jahr nicht relevant ist, gehen Forscher davon aus, dass dieser Trend sich fortsetzen wird.6 Der UN-Generalsekretär hat deshalb auf der Klimakonferenz in Brasilien erklärt: das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens sei gescheitert.7

Durch den Klimawandel schmilzt das Eis an den Polen, der Meeresspiegel steigt und bedroht den Lebensraum von Milliarden Menschen, die in Küstennähe leben. Das betrifft alle Länder, aber viele arme Länder im globalen Süden sind besonders stark betroffen. Es gibt häufiger Erdrutsche, Starkregen und Überschwemmungen, Hurrikans, Dürre- und Hitzeperioden. Dadurch werden beispielsweise Häuser und Ernten zerstört. Menschen verlieren ihr Zuhause und ihre Nahrungsgrundlage. Unter den Ländern, die zwischen 1995 und 2024 am stärksten von den Auswirkungen von Extremwetterereignissen betroffen waren, ist kein einziges mit einem hohen Einkommen.8

Nicht nur Menschen sind betroffen, weltweit werden Pflanzen und Tiere aus ihren Lebensräumen verdrängt oder sind vom Aussterben bedroht. Ein Beispiel: Ein großer Teil der Warmwasser-Korallenriffe wird in den kommenden Jahrzehnten laut einem Bericht absterben, für viele sei durch die steigende Wassertemperatur bereits ein Kipppunkt erreicht – also ein Punkt, ab dem es kein zurück mehr gibt und ein Domino-Effekt in anderen Bereichen droht. Denn Korallenriffe schützen die Küsten, viele Meerestiere bekommen hier ihren Nachwuchs und sie sind wichtig für die Ernährung von Millionen Menschen auf der ganzen Welt.9

Doch trotz einiger Erfolge ist die Welt noch immer nicht auf dem richtigen Weg: Selbst, wenn sich alle Länder an ihre selbstgesetzten Ziele halten, rechnen Wissenschaftler*innen mit einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur von 2,3 bis 2,5 Grad in diesem Jahrhundert. Wenn stattdessen die aktuelle Klimapolitik fortgesetzt wird, sind es sogar 2,8 Grad. Aber eine Kehrtwende ist jederzeit möglich, selbst jetzt könnte die Welt noch unter die 1,5 Grad-Grenze zurückkehren – wenn entschieden gehandelt wird.

Jede 0,1-Grad-Steigerung eskaliert dagegen die Folgen und Schäden deutlich. Technische Lösungen wie CO2-Entnahme aus der Atmosphäre können dabei ein Teil der Lösung sein, ihr Erfolg ist aber unsicher, während sie mit hohen Kosten und Risiken verbunden sind. Die CO2-Emissionen global zu reduzieren und gleichzeitig die natürlichen Systeme zu schützen, die den Klimawandel aufhalten, ist deshalb unumgänglich.10 Dazu muss die Weltgemeinschaft zusammenarbeiten und vor allem reiche Länder müssen vorangehen – bei der Finanzierung und bei den Klimaschutz-Maßnahmen.

Ziel 13 erklärt für Kinder & Familien

Wir Menschen wohnen nicht allein hier auf diesem Planeten. Auch Pflanzen und Tieren sollten wir Raum geben, denn auch sie haben ihr Zuhause hier und ohne sie können wir Menschen gar nicht leben. Wenn wir Wälder wegbrennen, um Platz für Felder (zum Beispiel für Kakao) zu schaffen, schadet das dem Klima doppelt: Die Bäume können uns nicht mehr helfen, die Luft sauber zu halten, und beim Brennen entsteht schädliches Gas, das die Erde aufheizt. Stell dir vor, du hast Fieber - wie fühlst du dich da? Schlapp und krank, oder?!


Leider geht es der Erde gerade genauso. In den letzten 100 Jahren ist es auf unserem Planeten immer wärmer geworden. Weil wir zu viele Abgase mit Autos, Flugzeugen und Fabriken erzeugen, staut sich die Hitze wie in einem Treibhaus und macht die Erde krank. Wenn das Fieber auf unserem Planeten weiter steigt, schmilzt auch das Eis am Nord- und Südpol und viele Tiere verlieren ihr Zuhause. Wir müssen die Erde also schützen und heilen, damit sie ein schöner und sicherer Ort für uns alle bleibt!


Was kannst du tun?

Fahre einmal mehr Fahrrad oder gehe zu Fuß, anstatt dich mit dem Auto fahren zu lassen. Jeder Kilometer ohne Auto hilft der Erde, wieder tief durchzuatmen.

Kinder auf Fahrrädern

- Probiere öfter mal leckere Gerichte ohne Fleisch aus! Für die Haltung von Tieren wird nämlich viel mehr Energie, Platz und kostbares Wasser verbraucht als für Gemüse oder Getreide. Ein „Veggie-Tag“ in der Woche spart eine Menge Abgase ein. Das ist nicht nur gesund für dich, sondern auch eine super Abkühlung für das Klima.


- Bäume sind die besten Klima-Schützer, weil sie CO2 aus der Luft schlucken. Du kannst helfen, indem du Papier sparst (benutze auch mal Schmierpapier, also schon gebrauchte Seiten auf der Rückseite für nicht so wichtige Notizen!) oder mache bei Baumpflanz-Aktionen in deiner Nähe mit (z.B. bei „Plant-for-the-Planet“). Je mehr Bäume wir haben, desto besser kann die Erde ihre Hitze loswerden. Du kannst auch Suchmaschinen im Internet nutzen (z.B. Ecosia, OceanHero oder Gexsi), die für jede Suche in nachhaltige oder soziale Projekte investieren!

Unterziele

Unterziel 13.1

Stär­kung der Wider­stands­fä­hig­keit und Anpas­sungs­fä­hig­keit an kli­ma­be­dingte Kata­s­tro­phen

Unterziel 13.2

Inte­gra­tion von Maß­nah­men gegen den Kli­ma­wan­del in Poli­tik und Pla­nung

Unterziel 13.3

Ver­bes­se­rung von Wis­sen und Kapa­zi­tä­ten zur Bewäl­ti­gung des Kli­ma­wan­dels

Unterziel 13.A

Umset­zung des UN-Rah­men­über­ein­kom­mens über Kli­ma­än­de­run­gen

Unterziel 13.B

För­de­rung von Mecha­nis­men zum Aus­bau effek­ti­ver Pla­nungs- und Mana­ge­ment­ka­pa­zi­tä­ten

Unterziel 13.1

Stär­kung der Wider­stands­fä­hig­keit und Anpas­sungs­fä­hig­keit an kli­ma­be­dingte Kata­s­tro­phen

Unterziel 13.2

Inte­gra­tion von Maß­nah­men gegen den Kli­ma­wan­del in Poli­tik und Pla­nung

Unterziel 13.3

Ver­bes­se­rung von Wis­sen und Kapa­zi­tä­ten zur Bewäl­ti­gung des Kli­ma­wan­dels

Unterziel 13.A

Umset­zung des UN-Rah­men­über­ein­kom­mens über Kli­ma­än­de­run­gen

Unterziel 13.B

För­de­rung von Mecha­nis­men zum Aus­bau effek­ti­ver Pla­nungs- und Mana­ge­ment­ka­pa­zi­tä­ten

Unterziel 13.1

Stär­kung der Wider­stands­fä­hig­keit und Anpas­sungs­fä­hig­keit an kli­ma­be­dingte Kata­s­tro­phen

Unterziel 13.2

Inte­gra­tion von Maß­nah­men gegen den Kli­ma­wan­del in Poli­tik und Pla­nung

Unterziel 13.3

Ver­bes­se­rung von Wis­sen und Kapa­zi­tä­ten zur Bewäl­ti­gung des Kli­ma­wan­dels

Unterziel 13.A

Umset­zung des UN-Rah­men­über­ein­kom­mens über Kli­ma­än­de­run­gen

Unterziel 13.B

För­de­rung von Mecha­nis­men zum Aus­bau effek­ti­ver Pla­nungs- und Mana­ge­ment­ka­pa­zi­tä­ten

Tu Du's

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Gehe wählen.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Gehe Blut spenden.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Unterstütze Unternehmen, die auf Inklusion setzen.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Kaufe regionale Produkte.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Trinke Leitungswasser.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Spende alte Fahrräder.

Achte beim Einkauf auf biolo­gisch und nach­haltig erzeugte Produkte.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

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Ich bin Kaia, stell mir eine Frage zu den 17 Zielen!