Ziel 10: Ungleich­heit in und zwi­schen Län­dern ver­rin­gern

Alle Menschen sind gleich. Das heißt, dass wir alle die gleichen Rechte haben, beispielsweise das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Das bedeutet, dass wir alle die gleichen Chancen haben sollten, etwa beim Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, auch soziale und wirtschaftliche Teilhabe gehören dazu. Vielen Menschen bleibt dies jedoch verwehrt, weil sie von Armut betroffen sind.

Was beinhaltet das Ziel 10?

  • Reduzierung von Ungleichheit: Förderung sozialer, wirtschaftlicher und politischer Inklusion für benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
  • Chancen nutzen: Alle Menschen sollen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Herkunft oder sozialem und wirtschaftlichem Status – gleiche Möglichkeiten haben.
  • Stärkung der Repräsentation: Stimmen und Bedürfnisse marginalisierter Gemeinschaften stärken.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Obwohl Deutschland ein reiches Industrieland ist, gibt es auch hier noch viele Ungleichheiten. Diese auszugleichen und möglichst gering zu halten, ist Aufgabe des Staates im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft. Dazu gehört zum Beispiel die Umverteilung von Geld durch Steuern sowie gleichberechtigte Bildungschancen für alle.  Die deutsche Gesellschaft ist zunehmend durch Migration geprägt – zwischen 2011 und 2024 sind rund 7,5 Millionen Menschen zugewandert.1 Um Migranten gleiche Chancen zu verschaffen und ihr Potential zu nutzen, ist Integration essenziell. Sprache und Bildung sind dabei zentrale Bausteine. Aber: Ausländer*innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft erreichen in Deutschland seltener einen Schulabschluss, verglichen mit deutschen Schulabsolvent*innen. Und migrantische Jugendliche sind verglichen mit ihrem Anteil an der Bevölkerung in der beruflichen Ausbildung unterrepräsentiert. Das verhindert soziale Teilhabe und ist auch mit Blick auf den Fachkräftemangel problematisch.2

Würde man das Vermögen der unteren Hälfte auf 1,5 oder zwei Prozent aufstocken, hätte man für die Armen so viel erreicht wie mit 30 Jahren Wachstum, und das, ohne die planetarischen Grenzen weiter zu überschreiten.

Thomas Pogge, Professor für Philosophie

Trotz Umverteilung ist das Vermögen in Deutschland ungleich verteilt. Vermögen ballt sich vor allem bei Menschen, die Unternehmen oder Immobilien besitzen.3 Gleichzeitig haben Mieter mit geringem Einkommen besonders unter steigenden Mieten gelitten, weil sie häufig in Bereichen arbeiten, in denen die Gehälter nicht mitgewachsen sind – vom Einkommen bleibt also immer weniger übrig. Auch das betrifft besonders Zugewanderte.4

Die Reichen in Deutschland werden so immer reicher, während die Armen immer ärmer werden. Im Jahr 2021 entfielen 37 Prozent des Einkommens auf die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland, während die ärmsten 50 Prozent nur 19 Prozent des Einkommens erhielten.5

Wie ist die Situation international?

Weltweit nimmt der Anteil von Arbeitseinkommen am Bruttoinlandsprodukt ab – das heißt: obwohl immer mehr erwirtschaftet wird und die Produktivität steigt, fließt ein großer Teil davon nicht in den Lohn der Arbeiter*innen. Das ist ein Indikator für wachsende Ungleichheit.6 Seit 2020 haben die reichsten fünf Männer der Welt ihr Vermögen verdoppelt. Im gleichen Zeitraum sind weltweit fast fünf Milliarden Menschen ärmer geworden.

Menschen mit Behinderung sind weltweit besonders vulnerabel, wenn es um Diskriminierung geht: Rund 28 Prozent der Betroffenen haben das schon erlebt. Auch sonst wächst Diskriminierung. Während Frauen oft wegen ihres Geschlechts diskriminiert werden, sind arme Menschen über alle Gruppen hinweg besonders häufig Diskriminierung ausgesetzt. Doch es gibt eine positive Entwicklung: Die ärmsten 40 Prozent in Entwicklungsländern haben ihre Einkommen und ihren Konsum zuletzt überdurchschnittlich steigern können.7

Dieses Ziel dreht sich aber nicht nur um die Ungleichheit innerhalb einzelner Länder, sondern auch um die internationalen Unterschiede. Dazu gehören faire Handelsbedingungen zwischen reichen Regionen wie der EU und ärmeren Ländern, ausreichende Gelder für Entwicklungszusammenarbeit sowie die gleichberechtigte Mitbestimmung für Länder des globalen Südens in internationalen Organisationen. Die Rolle multilateraler Organisationen wurde zuletzt durch den Aufwind nationalistischer Tendenzen geschwächt. In den USA wurden die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit radikal gekürzt. Ziel ist es, dass reiche Länder 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungsleistungen ausgeben. Auch Deutschland hat dieses Ziel 2024 zum ersten Mal seit 2020 nicht erreicht.8 In den Jahren zuvor war die globale Summe kontinuierlich gestiegen: Von 290 Milliarden Dollar 2015 auf 429 Milliarden Dollar 2023.9

Podcast-Folge zu Ziel 10

Was tun gegen Rassismus und Vorurteile

Icongrafik für das Nachhaltigskeitsziel Nummer 10 - Weniger Ungleichheiten

Unterziele

Unterziel 10.1

Redu­zie­rung von Ein­kom­men­s­un­gleich­hei­ten

Unterziel 10.2

För­de­rung all­ge­mei­ner sozi­a­ler, wirt­schaft­li­cher und poli­ti­scher Inte­gra­tion

Unterziel 10.3

Glei­che Chan­cen sicher­stel­len und Dis­kri­mi­nie­rung been­den

Unterziel 10.4

Ein­füh­rung von fis­kal- und sozi­al­po­li­ti­schen Maß­nah­men zur För­de­rung von Gleich­be­rech­ti­gung

Unterziel 10.5

Ver­bes­serte Regu­lie­rung der glo­ba­len Finanz­märkte und -insti­tu­ti­o­nen

Unterziel 10.6

Ver­bes­serte Ver­tre­tung von Ent­wick­lungs­län­dern in Finan­z­in­sti­tu­ti­o­nen

Unterziel 10.7

Ver­ant­wor­tungs­be­wusste und gut gesteu­erte Migra­ti­ons­po­li­tik

Unterziel 10.A

Beson­dere und dif­fe­ren­zierte Behand­lung der Ent­wick­lungs­län­der

Unterziel 10.B

För­de­rung von Ent­wick­lungs­hilfe und Inves­ti­ti­o­nen für die am wenigs­ten ent­wi­ckel­ten Län­der

Unterziel 10.C

Redu­zie­rung der Trans­ak­ti­ons­kos­ten für Über­wei­sun­gen von Migran­ten

Unterziel 10.1

Redu­zie­rung von Ein­kom­men­s­un­gleich­hei­ten

Unterziel 10.2

För­de­rung all­ge­mei­ner sozi­a­ler, wirt­schaft­li­cher und poli­ti­scher Inte­gra­tion

Unterziel 10.3

Glei­che Chan­cen sicher­stel­len und Dis­kri­mi­nie­rung been­den

Unterziel 10.4

Ein­füh­rung von fis­kal- und sozi­al­po­li­ti­schen Maß­nah­men zur För­de­rung von Gleich­be­rech­ti­gung

Unterziel 10.5

Ver­bes­serte Regu­lie­rung der glo­ba­len Finanz­märkte und -insti­tu­ti­o­nen

Unterziel 10.6

Ver­bes­serte Ver­tre­tung von Ent­wick­lungs­län­dern in Finan­z­in­sti­tu­ti­o­nen

Unterziel 10.7

Ver­ant­wor­tungs­be­wusste und gut gesteu­erte Migra­ti­ons­po­li­tik

Unterziel 10.A

Beson­dere und dif­fe­ren­zierte Behand­lung der Ent­wick­lungs­län­der

Unterziel 10.B

För­de­rung von Ent­wick­lungs­hilfe und Inves­ti­ti­o­nen für die am wenigs­ten ent­wi­ckel­ten Län­der

Unterziel 10.C

Redu­zie­rung der Trans­ak­ti­ons­kos­ten für Über­wei­sun­gen von Migran­ten

Unterziel 10.1

Redu­zie­rung von Ein­kom­men­s­un­gleich­hei­ten

Unterziel 10.2

För­de­rung all­ge­mei­ner sozi­a­ler, wirt­schaft­li­cher und poli­ti­scher Inte­gra­tion

Unterziel 10.3

Glei­che Chan­cen sicher­stel­len und Dis­kri­mi­nie­rung been­den

Unterziel 10.4

Ein­füh­rung von fis­kal- und sozi­al­po­li­ti­schen Maß­nah­men zur För­de­rung von Gleich­be­rech­ti­gung

Unterziel 10.5

Ver­bes­serte Regu­lie­rung der glo­ba­len Finanz­märkte und -insti­tu­ti­o­nen

Unterziel 10.6

Ver­bes­serte Ver­tre­tung von Ent­wick­lungs­län­dern in Finan­z­in­sti­tu­ti­o­nen

Unterziel 10.7

Ver­ant­wor­tungs­be­wusste und gut gesteu­erte Migra­ti­ons­po­li­tik

Unterziel 10.A

Beson­dere und dif­fe­ren­zierte Behand­lung der Ent­wick­lungs­län­der

Unterziel 10.B

För­de­rung von Ent­wick­lungs­hilfe und Inves­ti­ti­o­nen für die am wenigs­ten ent­wi­ckel­ten Län­der

Unterziel 10.C

Redu­zie­rung der Trans­ak­ti­ons­kos­ten für Über­wei­sun­gen von Migran­ten

Tu Du's

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Kaufe regionale Produkte.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Gehe Blut spenden.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Unterstütze Projekte, die sich gegen Genital­verstüm­melung einsetzen.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Gehe wählen.

Spende alte Fahrräder.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Trinke Leitungswasser.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Mache Druck bei Politikern.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Kaufe regionale Produkte.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Gehe Blut spenden.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Unterstütze Projekte, die sich gegen Genital­verstüm­melung einsetzen.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Gehe wählen.

Spende alte Fahrräder.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Trinke Leitungswasser.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Mache Druck bei Politikern.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Ich bin Kaia, stell mir eine Frage zu den 17 Zielen!