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Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind teilweise sehr komplex.

Umso wichtiger ist es, sie verständlich und zugänglich zu machen. Mit der neuen Weiterentwicklung der #17Ziele-Website rücken ab sofort kindgerechte Texte und konkrete „Tu Du’s“ für Kinder und Familien mit in den Fokus, die zeigen, wie nachhaltiges Handeln schon früh im Alltag beginnen kann. Diese Neuerung findest du immer unten auf einer der Seiten, die die Ziele einzeln darstellen und erklären, wie zum Beispiel hier.

Entwickelt wurden die erklärenden und greifbaren Inhalte von der Bildungskampagne #17Ziele gemeinsam mit Michaela Koschak, die ihre Expertise aus Wissenschaft, Medien und Bildungsarbeit in die neue Ansprache einbringt. Anlässlich dazu sprechen wir in diesem Interview mit Michaela Koschak, Diplom-Meteorologin, Autorin und langjährige Begleiterin der 17 Ziele.

Bereits in unserer "Tu Du's: 17 Ziele für eine bessere Welt" Podcastfolge zu Beginn des Jahres hat sie gezeigt, wie wichtig es ist, komplexe Themen wie Klimawandel, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit verständlich und hoffnungsvoll für junge Menschen zu vermitteln.

Thumbnail der Podcast Episode mit Michaela Koschak ©17 Ziele

Im Interview erklärt sie nun, warum Kinder eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der SDGs spielen, was wir von ihrer Perspektive lernen können und wie aus Wissen echte Zuversicht entsteht.

17Ziele: Was hat dich inspiriert, Nachhaltigkeitsziele für Kinder zugänglich zu machen?

Michaela: In meiner Arbeit als Diplom-Meteorologin sehe ich die nackten, krassen Daten – die Erwärmungskurven und Extremwetterereignisse. Das erschreckt auch mich als Expertin, wie schnell der Klimawandel voranschreitet. Nur mit diesen Zahlen erreichen wir jedoch wenig, wir bewegen nämlich keine Herzen. Aber wir müssen ins Handeln kommen, da die Zeit davon läuft. Stillstand und so weiter zu machen wie bisher, geht nicht mehr. Wir sollten unser vielfältiges Leben genau analysieren und an vielen verschiedenen Stellschrauben drehen, damit wir unser komplexes Dasein in ein naturfreundliches, schönes und zukunftsfähiges Zusammenleben verändern. Das ist nicht leicht, aber fängt schon bei der Erziehung unserer Kinder an. Sie sind unsere Zukunft und wenn Kinder nachhaltiger und bewusster denken und sich verhalten, verändert das teils auch das Leben der Erwachsenen. Dabei können die Nachhaltigkeitsziele helfen, denn unser Zusammenleben ist sehr komplex und mit den SDGs haben wir viele verschiedene Hebel, die wir bewegen können, ohne dabei überfordert zu sein und das Schöne ist: Oft befruchtet ein Hebel, also ein Ziel, auch das andere.

Dabei ist die Erzählweise der Herausforderungen auf unserem Planeten so wichtig, weil wir die SDGs damit aus der „Politik-Ecke“ herausholen und direkt rein in das Kinderzimmer und den Alltag von ganz vielen Menschen bekommen. Wenn Kinder verstehen, dass „sauberes Wasser“ oder „Gerechtigkeit“ keine abstrakten Begriffe sind, sondern die Basis für ihr eigenes Spiel und Leben, werden sie von Betroffenen zu Gestalter*innen.

17Ziele: Was können wir noch von Kindern lernen in der Umsetzung der SDGs?

Michaela: Kinder sind unvoreingenommen und halten nicht an „alten Gewohnheiten“ fest, sondern haben Lust auf etwas Neues und sind total offen dafür. Sie fragen nicht: „Warum soll ich etwas verändern, unsere bisherige Methode hat doch auch funktioniert?“ oder „Ist das wirtschaftlich effizient?“. Nein, Kinder fragen: „Warum machen wir es nicht einfach richtig?“. Von Kindern können wir wirklich viel lernen. Sie schieben die Komplexität einfach beiseite und richten den Fokus auf das Wesentliche. Sie besitzen eine natürliche Empathie und einen Gerechtigkeitssinn, der uns Erwachsenen im Dschungel der Kompromisse manchmal abhandenkommt. Für ein Kind ist die Lösung oft logisch und genau diesen Mut zur Einfachheit brauchen wir für die SDGs.

17Ziele: Wie bricht man die Komplexität der 17 Ziele also am besten runter?

Michaela: Wir können uns unsere Erde mit ihren Krisen, Kriegen, Herausforderungen und Multikrisen wie ein unaufgeräumtes Kinderzimmer vorstellen, wo eine Bombe eingeschlagen ist. Zunächst ist man völlig überfordert und denkt man wird dieses Chaos nie auflösen können. Ich glaube, so geht es im Moment sehr vielen Menschen. Aber wenn man sich Stück für Stück vorarbeitet: Erst die Legosteine aufsammelt, dann die Bücher ins Regal zurückstellt, dann die Klamotten in den Schrank räumt und am Ende einmal durchsaugt und einen Wildblumenstrauss auf den Schreibtisch stellt, haben wir das Chaos in den Griff bekommen. Und das sind die 17 Ziele für mich. Wenn man sich an ihnen langhangelt, kann man Schritt für Schritt die komplexe kaputte Erde wieder gesund machen.

17Ziele: Wie kreiert man Hoffnung, dass nicht alles kippt? Und warum braucht es Optimismus?

Michaela: Hoffnung entsteht durch Selbstwirksamkeit und Aktivwerden. Angst und Stillstand lähmen – und eine gelähmte Generation und Gesellschaft kann die Welt nicht retten. Als Meteorologin sind mir die Kipppunkte im Klimasystem sehr bewusst: wenn die Gletscher einmal abgeschmolzen sind, können wir sie nicht zurückholen und sie sind für uns Menschen auf diesem Planeten lebensnotwendig. Kipppunkte kann man aber auch im positiven Sinne auf unsere Gesellschaft ummünzen.

Optimismus ist dabei kein naives Wunschdenken, sondern eine strategische Notwendigkeit, die sogar Spaß machen kann."

Wir müssen den Fokus auf die Lösungen lenken. Wenn Kinder erleben, dass ihr Handeln – und sei es noch so klein – einen Unterschied macht, wächst daraus die Kraft und die Leidenschaft, dranzubleiben. Wir zeigen ihnen nicht nur das Problem, sondern wir geben ihnen das Werkzeug in die Hand, um die Welt zu reparieren. Und wenn wir niemanden allein lassen, sondern durch Miteinanderreden, ein Gefühl der Gemeinschaft erzeugen, motiviert das noch mehr und tut, vor allem in heutigen von Sozialen Medien stark geprägten Zeiten, richtig gut. Selbst aktiv sein gibt uns ein gutes Gefühl, es steckt an und so können wir eine positive Spirale erzeugen, die viele andere Menschen mit motiviert und überzeugt. Kinder sind dabei ein klasse Hebel: Jeder liebt seine Kinder und will das Beste für sie und mit ihrer klaren, direkten Art können Kinder (wenn wir sie ernst nehmen) in unserer Gesellschaft viel bewirken.

17Ziele: Welche Tu Du’s möchtest du Erwachsenen mitgeben?

Michaela:

  • Zuhören statt belehren: Nehmt die Fragen und Sorgen der Kinder ernst. Wenn sie die QR-Codes zu dem Zielen scannen, Fragen haben und über die Ziele diskutieren, seid Freunde/Sparringspartner und nicht Lehrer*innen.
  • Vorbild im Kleinen sein: Kinder beobachten unser Verhalten 24/7. Wenn wir optimistisch anpacken, positiv reden und mit Leidenschaft, Respekt, Werten und Liebe unser Leben gestalten, tun sie es auch.

  • Raum für Engagement geben: Lasst die Kinder eigene Projekte starten – ob Müllsammeln oder ein Insektenhotel. Erfolgserlebnisse sind der beste Treibstoff für Engagement, auch wenn nicht immer beim ersten Mal alles gut geht, lasst sie erstmal machen und nehmt ihnen nicht alles ab. Kinder sollen selbst ihre Erfahrungen machen, denn das bleibt hängen.

  • Die Sprache der Hoffnung wählen: Sprecht über die Welt, wie wir sie uns wünschen, nicht nur über die Katastrophen, die wir fürchten und meckert nicht so oft über andere, wer alles woran schuld ist - sondern seid mutig und manchmal auch ein bisschen verrückt und lacht gemeinsam.

 

 

Hier findest du noch mehr

Inspiration & Anregungen für einen nachhaltigeren Alltag!


 

TU DUs Earth Overshoot Day © 17Ziele

Dieser Artikel wurde am 29. Mai 2026 veröffentlicht.

Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.

Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.

Tu Du's

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Kaufe regionale Produkte.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Trinke Leitungswasser.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Achte beim Einkauf auf biolo­gisch und nach­haltig erzeugte Produkte.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Gehe Blut spenden.

Unterstütze Unternehmen, die auf Inklusion setzen.

Unterstütze Projekte, die sich gegen Genital­verstüm­melung einsetzen.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Spende alte Fahrräder.

Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Gehe wählen.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Kaufe regionale Produkte.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

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Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

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Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Achte beim Einkauf auf biolo­gisch und nach­haltig erzeugte Produkte.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

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Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

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