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Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) arbeitet weltweit daran, Armut zu bekämpfen, Demokratie zu stärken und die Folgen des Klimawandels abzufedern – oft dort, wo Krisen am tiefsten greifen. Doch was bedeutet internationale Entwicklung heute konkret? Welche Strategien wirken, und wo liegen die größten Herausforderungen der Zukunft? Darüber spricht Melanie Hauenstein, Leiterin des UNDP-Büros in Deutschland im diesem Interview.

Was ist das UNDP und welche Aufgaben erfüllt es?

Melanie Hauenstein: UNDP arbeitet an einem sehr breiten Themenspektrum: Wir unterstützen Länder und Regionen dabei, Armut sowie Korruption zu bekämpfen. Wir fördern Rechtstaatlichkeit und Demokratie, etwa, indem wir für Transparenz bei den Wahlen sorgen. Zudem tun wir viel dafür, den Klimawandel zu bremsen und Naturkatastrophen zu verhindern. So helfen wir Regierungen Pläne zu erstellen, wie sie ihre Klimaziele erreichen, zu denen sie sich entsprechend internationalen Verträgen verpflichtet haben. Wir unterstützen auch bei der Umstellung auf erneuerbare Energien. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern Grundvoraussetzung für Entwicklung: Schulen, Krankenhäuser und andere essenzielle Institutionen brauchen zuallererst Strom, damit sie funktionieren.

Warum ist die Arbeit des UNDP gerade in den aktuellen turbulenten Zeiten so wichtig?

Melanie Hauenstein: In turbulenten Zeiten ist internationale Kooperation ein Garant für Stabilität. Der Einsatz vom UNDP ist komplementär zur humanitären Hilfe. Wir retten nicht direkt Leben, sondern die Lebensgrundlagen von Menschen. Das heißt, wir arbeiten schon während der Krise mit einem Entwicklungsansatz und bieten Menschen somit eine Perspektive für ein Leben nach der Krise. So bewahren wir nach Möglichkeit die Wirtschaft vor dem Zusammenbruch, indem wir etwa Klein- und Kleinstunternehmen fördern und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (,Cash-for-Work’) auflegen. Nach Konflikten wiederum bauen wir die Infrastruktur mit auf und helfen dabei die Grundversorgung und Basisdienstleistungen wieder zu gewährleisten. Im Irak haben wir so bis zu fünf Millionen Binnenflüchtlingen geholfen, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Wir haben als Erste die Ukraine dabei unterstützt, Turbinen zu beschaffen, damit die Stromversorgung wieder in Gang kommt. Jetzt arbeiten wir dort an dezentralen Energiesystemen, helfen aber auch, Korruption zu bekämpfen und Reformvorhaben zu unterstützen, die für den EU-Beitritt notwendig sind.

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Melanie Hauenstein vor der Podcastbooth auf der republica25 © 17Ziele

Warum arbeitet UNDP insbesondere an der Gleichstellung von Frauen - welche weiteren Bereiche gehören zu den Schwerpunkten der Arbeit von UNDP?

Melanie Hauenstein: Unser Entwicklungsprogramm wird im Jahr 2025 sechzig Jahre alt. In all der Zeit haben wir gelernt, dass es die Investitionen in Frauen sind, die den Wandel hin zu mehr Wohlstand und mehr Gerechtigkeit vorantreiben, in der Politik, der Gesellschaft und auch in der Wirtschaft. In 20 Jahren Arbeit vor Ort habe ich zudem gelernt: Um politische Beteiligung zu erreichen, müssen Frauen zuerst wirtschaftlich unabhängig sein.

60 Jahre nach der Gründung von UNDP: Wie gehen Sie die globalen Herausforderungen der Zukunft an?

Melanie Hauenstein: Viele der Konflikte heute sind Verteilungskonflikte. Dabei ist so viel Geld in der Wirtschaft im Umlauf wie noch nie, aber dieses Geld ist extrem ungleich verteilt, sowohl zwischen den Ländern als auch innerhalb von Ländern. Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent stecken viele Länder in der Schuldenfalle, so dass sie nicht in Entwicklung investieren können. Da müssen wir raus! Darüber hinaus müssen wir sicherstellen, dass auch die Länder des Globalen Südens von neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz profitieren. Auch im Klimabereich gibt es viel zu tun. Die jüngsten Klimakonferenzen konnten nicht alle unsere Erwartungen erfüllen. Aber erinnern wir uns an Meilensteine wie das Montreal-Protokoll aus dem Jahr 1987, bei dem es um FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) ging. Alle hatten Angst vor dem Ozonloch. Aber dieses Problem haben wir durch
internationale Kooperation gelöst. Auch das Pariser Klimaabkommen von 2015 hat gezeigt: Nach jahrelangem Ringen ist die internationale Gemeinschaft in der Lage, wichtige und ambitionierte Beschlüsse für den Planeten zu fassen. Das muss unser Wegweiser sein. Ob Klimawandel, Pandemien, Migration oder Kriege: All das können wir nur gemeinsam lösen.

Wie können wir als internationale Gemeinschaft gemeinsam unsere Ziele erreichen. und wie hilft UNDP dabei?

Melanie Hauenstein: Die Interessen von Deutschland und UNDP überschneiden sich in vielen Punkten, deswegen haben wir auch 2021 ein Büro in Berlin eröffnet. Gemeinsam setzen wir uns für eine stabile, gleichere und nachhaltigere Welt ein. Unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) arbeiten wir auch mit dem Auswärtigen Amt (AA), dem Bundestag und vielen weiteren Ministerien und Behörden zusammen. Deutschland ist für uns ein ganz wichtiger Kooperationspartner
und Geber. Die Bundesregierung unterstützt uns sowohl bei projektgebundener Arbeit als auch durch sogenannte Kernbeiträge, die uns erlauben, projektungebunden zu arbeiten. Gerade diese Mittel dienen auch dazu, neue Themen zu setzen, wie wir das jüngst getan haben, indem wir die Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz mit ins Leben gerufen haben.

 

 

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Inspiration & Anregungen für einen nachhaltigeren Alltag!


 

TU DU's zu Ziel 17 © 17Ziele

 

Foto Melanie Hauenstein: ©Melanie Hauenstein

Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.

Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.

Tu Du's

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Kaufe regionale Produkte.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Gehe wählen.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Gehe Blut spenden.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Unterstütze Unternehmen, die auf Inklusion setzen.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Spende alte Fahrräder.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Achte beim Einkauf auf biolo­gisch und nach­haltig erzeugte Produkte.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Trinke Leitungswasser.

Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

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