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„Der Osten"

Ein Begriff, der noch immer koloniale Strukturen transportiert und ganze Lebensrealitäten unsichtbar macht. Menschen mit ost(migrantischem) Hintergrund werden in Schirmbegriffe wie „Ostblock“ oder „Russlanddeutsche“ gepackt, ihre heterogenen Geschichten bleiben im Schatten.

In dieser Podcastfolge spricht Journalistin Julia Boxler, Mitinitiatorin des Projekts PostOst, mit Moderator Felix Seibert-Daiker darüber, warum wir diese Perspektiven endlich ernst nehmen und in die deutsche Erinnerungskultur integrieren müssen.

Julia Boxler und Felix Seibert-Daiker vor der Podcastbooth auf der republica25 © 17Ziele

Erinnerungskultur: Unsichtbare Geschichten sichtbar machen

Der lange Schatten von Nationalsozialismus und Sowjetunion wirkt bis heute. Menschen aus osteuropäischen Ländern erlebten Vernichtung, Zwangsarbeit, Deportation und wurden nach Kriegsende erneut marginalisiert. Auch heute bestehen Ungleichheiten fort: Viele müssen deutlich mehr leisten, um ähnliche Chancen wie in Deutschland geborene Menschen zu erhalten. Julia Boxler schildert, wie Begriffe wie „Spätaussiedlerin“ oder „Deportierte“ ihre Biografie prägen und wie PostOst Räume schafft, in denen diese Geschichten eine Stimme bekommen.

Medien, Macht und die Aufgabe der Aufklärung

Strukturelle Barrieren in Medien und Förderlandschaften erschweren es, migrantische Perspektiven sichtbar zu machen. Journalist*innen mit postmigrantischem Hintergrund stehen häufig unter doppeltem Druck: Sie müssen nicht nur ihre tatsächliche Arbeit leisten, sondern zugleich als Aufklärer*innen über ihre Herkunft fungieren. Stattdessen braucht es, so Julia Boxler, mehr Kooperation auf Augenhöhe.

Für mehr Inspiration und Anregungen, folge uns auf Instagram @17Ziele.de

TU DU's zu Ziel 16 © 17Ziele

Privilegien für Perspektivwechsel nutzen

Migration prägt unsere Gesellschaft längst. Sie ist vielfältig, multilinguistisch und international verflochten. Doch Sichtbarkeit und Anerkennung dieser Realität fehlen noch zu oft. PostOst zeigt, wie migrantische Stimmen Desinformation entkräften, Erinnerungen bewahren und neue Perspektiven eröffnen können.

Julia Boxler betont im Podcast: Wer Privilegien hat, sollte sie nutzen – für diejenigen, die weniger haben. Denn nur so kann eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft entstehen.

 

Foto Julia Boxler Header: ©Andreas Pein

Und überall da wo es Podcasts gibt!

Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.

Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.

Tu Du's

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Gehe wählen.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Trinke Leitungswasser.

Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Gehe Blut spenden.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Mache Druck bei Politikern.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Unterstütze Projekte, die sich gegen Genital­verstüm­melung einsetzen.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

Spende alte Fahrräder.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Kaufe regionale Produkte.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

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