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Rund 27 Millionen Menschen ab 14 Jahren setzen sich in Deutschland ehrenamtlich für andere ein. Gehörst du schon dazu oder suchst du noch nach einem passenden Engagement?

Zahlen und Fakten rund ums Ehrenamt in Deutschland

Die meisten Ehrenamtlichen (12,8 Prozent) engagieren sich im Sport, etwa als Trainerin, als Schriftführer eines Vereins oder als Helferin bei Veranstaltungen. An zweiter Stelle folgt der soziale Bereich (7,9 Prozent): Engagierte verteilen Essen bei den Tafeln, helfen älteren Menschen beim Einkaufen, unterstützen Geflüchtete oder leisten Nachbarschaftshilfe. Auch im kulturellen Bereich sind viele Menschen aktiv (6,3 Prozent): Sie singen in einem Chor oder organisieren Veranstaltungen im Karnevalsverein, spielen in Theatergruppen mit oder setzen sich für den Schutz von Denkmälern ein. Viele Menschen engagieren sich außerdem in Schulen und Kindergärten (6 Prozent) oder in ihrer Glaubensgemeinschaft (5,6 Prozent).

Es gibt noch viele weitere Bereiche, in denen Ehrenamtliche aktiv sind. Sie helfen zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr oder bei Rettungsdiensten, engagieren sich in Stadträten, politischen Initiativen oder Umweltprojekten.

Etwas mehr als die Hälfe der Engagierten investiert bis zu zwei Stunden pro Woche in ihr Ehrenamt. Etwa ein Viertel sind drei bis fünf Stunden pro Woche aktiv und knapp 20 Prozent sogar sechs Stunden und mehr. Bei 27 Millionen Ehrenamtlichen kommen so – grob hochgerechnet – mehr als 3,9 Milliarden Stunden pro Jahr zusammen. Würde für diese Arbeit der aktuelle Mindestlohn bezahlt, würde das jedes Jahr mehr als 50 Milliarden Euro kosten.

Weitere Zahlen zum Freiwilligen Engagement in Deutschland findest du hier.

Warum engagieren sich Menschen überhaupt?

Freude daran, etwas für andere zu tun, ist laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums die wichtigste Motivation für ein Ehrenamt. Viele werden aktiv, weil sie den Wunsch haben, etwas Sinnvolles zu tun und gesellschaftlich etwas zu bewegen. Und auch weil man bei ehrenamtlicher Arbeit interessante Leute treffen, Neues lernen und Abwechslung in den eigenen Alltag bringen kann, macht sie vielen Menschen Spaß. In einer Forsa-Umfrage gaben 96 Prozent der Befragten an, dass sie großen Respekt vor der Arbeit der Ehrenamtlichen haben.

Welches Engagement passt zu mir?

Wenn du dich ehrenamtlich engagieren möchtest, ist es wichtig, ein Thema zu finden, das dich über längere Zeit interessiert. Mach dir auch Gedanken darüber, wie viel Zeit du investieren kannst und möchtest.

Bei der Suche nach einer für dich passenden Aufgabe können dich Freiwilligenagenturen unterstützen. Informationen dazu findest du auf der Website der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Ehrenamtliche bereichern das Zusammenleben und stärken den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Dieses Prinzip gilt auch über Ländergrenzen hinweg. Wenn du dich auf internationaler Ebene für mehr Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung einsetzen möchtest, findest du in der Entwicklungszusammenarbeit vielfältige Möglichkeiten zum Engagement.

Du kannst zum Beispiel in einer Ortsgruppe einer großen Nichtregierungsorganisation (NGO) oder UN-Organisation mitarbeiten, wie zum Beispiel bei CARE, Help, Amnesty International, Terre des hommes, UNICEF oder der Welthungerhilfe. Hier findest du eine Liste mit NGOs, die für dich in Frage kommen könnten.

Falls dir eine Mitarbeit in einer kleinen, lokalen Initiative lieber ist: In vielen Städten gibt es solche Initiativen – zum Beispiel Eine-Welt-Läden, die Helferinnen und Helfer für den Verkauf ihrer fair gehandelten Produkte suchen.

Falls du dich für einen Auslandsaufenthalt oder entwicklungspolitische Bildungsarbeit interessierst, kannst du dich an Engagement Global wenden. Als zentrale Anlaufstelle unterstützt Engagement Global dich dabei, dich wirksam zu engagieren und bietet viele Programme und Projekte an. Die Beratung ist kostenlos.

Hier einige Beispiele:

Für Schülerinnen und Schüler

Das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm ENSA fördert Partnerschaften zwischen Schulen aus Deutschland und aus den Ländern des sogenannten Globalen Südens. Durch den Einblick, den ein Austausch bietet, können die Schüler und Schülerinnen voneinander lernen und sich gemeinsam für nachhaltigen Wandel einsetzen.

Beim BtE chat tauschen sich Schulklassen in Deutschland mit Gleichaltrigen oder mit Expertinnen und Experten quer über den Globus hinweg online aus, um globale Zusammenhänge besser zu verstehen.

Für junge Erwachsene

Das ASA-Programm bietet jungen Menschen verschiedener Berufs- und Studienfelder Projektpraktika in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa.

Das Deutsch-Afrikanische Jugendwerk bringt Jugendgruppen und junge Fachkräfte aus Deutschland und afrikanischen Ländern zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu lernen.

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts bietet 18- bis 28-Jährigen die Möglichkeit, sich für mindestens sechs Monate in einem Projekt in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien oder Osteuropa zu engagieren.

Wer älter als 30 Jahre ist und schon erste Berufserfahrungen gesammelt hat, kann sein Fachwissen über den Weltdienst 30+ in Ländern des Globalen Südens weitergeben. Die Einsätze dauern vier bis sechs Wochen und maximal ein halbes Jahr.

Auch wenn du eigene Ideen für Entwicklungsprojekte hast, kannst du dich an Engagement Global wenden und Hilfe bei der Beantragung von Fördermitteln bekommen.

Für mehr Inspiration und Anregungen, folge uns auf Instagram @17Ziele.de

TU DU's zu Ziel 8 © 17Ziele

Dieser Artikel wurde vom Redaktionsbüro SINNTHESE verfasst und am 14. Mai 2026 veröffentlicht.

Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.

Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.

Tu Du's

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Kaufe regionale Produkte.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Gehe Blut spenden.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Achte beim Einkauf auf biolo­gisch und nach­haltig erzeugte Produkte.

Überlege, welche Erfindung deine Stadt besser machen würde.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Unterstütze Projekte, die sich gegen Genital­verstüm­melung einsetzen.

Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Spende alte Fahrräder.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Unterstütze Unternehmen, die auf Inklusion setzen.

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Gehe wählen.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

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