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21.08.2026

Demokratie braucht Transparenz: Warum ist Informationsfreiheit so wichtig? – Mit Arne Semsrott

Demokratie lebt davon, dass staatliches Handeln nachvollziehbar ist – doch was passiert, wenn wichtige Informationen im Verborgenen bleiben? Gerade erst ist eine neue Debatte um das Informationsfreiheitsgesetz entstanden, das die aktuelle Bundesregierung reformieren will (mehr Infos unter FragDenStaat).

In dieser Podcast-Folge (Aufnahme im Mai 2026) spricht Politikwissenschaftler und Aktivist Arne Semsrott mit Moderatorin Katie Gallus darüber, warum der Zugang zu Informationen und das Informationsfreiheitsgesetz so entscheidend für Gerechtigkeit und Teilhabe sind. Mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes können Journalist*innen und Bürger*innen Dokumente und Unterlagen bei Behörden anfragen. Politische Skandale, wie der Maskendeal, wären ohne das Informationsfreiheitsgesetz nicht ans Licht gekommen.

Im Gespräch beleuchten die beiden, warum Transparenz weit mehr ist als reine Bürokratie und weshalb demokratische Mitbestimmung und der freie Informationsfluss nicht voneinander getrennt werden können.

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Schon früh nahm Arne Semsrott die Widersprüche zwischen dem Anspruch einer offenen Gesellschaft und den Mauern der bürokratischen Geheimhaltung wahr. Für ihn stand schnell fest, dass er sich nicht mit verschlossenen Akten abfinden möchte. Auch die Gründung von Plattformen wie „FragDenStaat“, deren Projektleiter Semsrott ist, spielte dabei eine wichtige Rolle: Denn politische Entscheidungen wurden viel zu lange hinter verschlossenen Türen getroffen. Mit „FragDenStaat“ ist es für Bürger*innen noch zugänglicher, Dokumente bei Behörden anzufragen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Erkenntnis, dass der Zugang zu Wissen eine Frage der Machtverhältnisse ist. Während Informationen die Grundlage für politische Teilhabe bilden, bleiben sie oft denjenigen vorenthalten, die am stärksten von Entscheidungen betroffen sind. Wenn dieses Wissen fehlt, wird es immer schwieriger, Vertrauen in staatliche Institutionen aufzubauen und sich aktiv einzubringen. Arne Semsrott erklärt, wo die Informationsfreiheit in Deutschland aktuell an ihre Grenzen stößt und warum sie gegenüber der Politik immer wieder neu erkämpft werden muss.

Gleichzeitig geht es um die Rolle von zivilgesellschaftlichem Engagement und kollektiver Kontrolle. Wie kann aus dem Sichtbarmachen von Missständen echte, spürbare Veränderung entstehen? Warum stoßen Transparenzforderungen in Behörden immer wieder auf so großen Widerstand? Und was braucht es, damit Menschen politische Prozesse im Alltag selbstbewusst mitgestalten?

Hört rein, in eine Folge über Zugang zu Wissen, Vertrauen und die Frage, wie wir den Wandel so gestalten können, dass Demokratie für alle transparent und erlebbar wird.

 

Dieser Artikel wurde vom Team der Bildungskampagne #17Ziele erstellt.

 

Weitere Informationen:

IFG: Reform schränkt Informationsfreiheit massiv ein

Informationsfreiheitsgesetz: So läuft es in NRW

Und überall da wo es Podcasts gibt!

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Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

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